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Partnerprogramm von Bodo Schäfer – für wen es sich nicht lohnt

In Empfehlungsbeiträgen steht fast immer, für wen etwas geeignet ist. Die umgekehrte Liste ist nützlicher, weil sie Leuten Zeit spart. Also: Für wen lohnt sich dieses Programm eher nicht?

Für Leute ohne jeden Kanal. Wer weder Website noch Liste noch Community hat und auch nicht vorhat, eine aufzubauen, hat keinen Ort, an dem ein Link stehen könnte. Die Anmeldung ist zwar kostenlos, aber sie ändert daran nichts.

Für alle, die auf bezahlte Anzeigen setzen. Suchanzeigen auf den Markennamen sind nicht erlaubt. Wer sein Vorgehen darauf aufbaut, Traffic einzukaufen und über die Marke abzugreifen, kann hier nicht arbeiten. Das ist keine Auslegungssache, sondern eine klare Regel.

Für Leute mit einem thematisch weit entfernten Publikum. Ein Kanal über Reiseziele, Haustiere oder Sportergebnisse bekommt keine Buchbestellung zu Geld und Selbstständigkeit zustande, egal wie gut der Text ist. Die Passung ist nicht optimierbar, sie ist entweder da oder nicht.

Für alle, die schnelles Geld brauchen. Wenn im nächsten Monat eine Rechnung fällig ist, ist das hier der falsche Weg. Es dauert, und es ist am Anfang wenig.

Für Leute, die ungern schreiben. Der gesamte Weg läuft über Inhalte. Wer das als lästige Pflicht empfindet, hält es nicht lange durch.

Die Produkte, damit klar ist, worüber wir reden:

Und jetzt die Gegenprobe, damit die Abgrenzung nicht als Abraten missverstanden wird. Es lohnt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für Leute, die ohnehin regelmäßig über Geld, Selbstständigkeit, Beruf oder persönliche Entwicklung schreiben und ein Publikum haben, das ihnen zuhört. Für diese Gruppe ist es eine der unkompliziertesten Ergänzungen überhaupt: kostenlose Anmeldung, keine Bewerbung, sofortige Freischaltung, fertige Werbemittel, Auszahlung in der Regel monatlich – hier ist der Zugang.

Es gibt noch eine Gruppe, bei der ich zögere: Leute mit großer Reichweite in einem angrenzenden, aber nicht deckungsgleichen Feld – etwa Produktivität, Software oder Unternehmertum im technischen Sinn. Da kann es funktionieren, weil die Themen sich berühren, aber es kann auch komplett verpuffen. Wer in diese Gruppe fällt, sollte einen einzelnen Test machen und danach entscheiden, statt lange zu überlegen. Der Test kostet einen Beitrag und liefert eine klarere Antwort als jede Einschätzung von außen.

Und eine Gruppe, die ich ausdrücklich nicht abraten würde, obwohl sie oft zögert: Leute, die selbst noch nichts von dem Autor gelesen haben. Man muss kein Anhänger sein, um sinnvoll zu empfehlen – man muss nur wissen, wofür der Titel gut ist und für wen nicht.

Ein Grenzfall, den ich bewusst nicht in die Nein-Liste gesetzt habe: sehr kleine Kanäle. Da lohnt es sich in absoluten Zahlen kaum, aber es kostet auch nichts und man lernt an einem echten Beispiel, wie so etwas funktioniert. Als Übungsfeld ist das mehr wert als jeder Kurs zum Thema.

Ein zweiter Grenzfall: Leute, die nur ein einziges Mal etwas veröffentlichen wollen. Das kann funktionieren, wenn der Beitrag dauerhaft gefunden wird – aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering, und die Enttäuschung ist entsprechend vorprogrammiert.

Was ich niemandem raten würde, unabhängig von der Ausgangslage: sich das Programm schönzurechnen. Wenn beim ehrlichen Durchgehen dieser Liste mehrere Punkte zutreffen, ist das eine Antwort und kein Ansporn.

Bei welchem Programm habt ihr rückblickend zu lange durchgehalten, obwohl die Voraussetzungen von Anfang an nicht gepasst haben?